Weglos auf den Tafelberg Þórólfsfell mit toller Aussicht auf den Eyjafjallajökull, den Tungnakvíslajökull, den Mýrdalsjökull und in's Þórsmörk
Anfahrt: von der Ringstraße kommend nach dem touristischen Highlight Seljafoss den aus dem Þorsmörk kommenden Fluss Markafljót noch überqueren und dann rechts auf die Piste 250 abbiegen, oder von Hvolsvöllur an der Ringstraße über die 261 Fljótshíðavegur in das Tal einfahren. Campingplätze sind im Tal vorhanden, auch eine Jugendherberge. Kurz vor der Jugendherberge wird die Straße zur Piste und zur F 261 Emstruleið und darf nur noch von 4x4 Fahrzeugen befahren werden. Das Stück bis zum Parkplatz ist technisch unbedenklich zu fahren, jedoch muss man bei Mietwagen aufpassen.
Am Parkplatz sind einige Infotafeln über das Gebiet.
Auch über den Ausbruch des Eyjafjallajökull, welcher uns ja auch in Mitteleuropa lange beschäftigt hat. Jetzt ist er wieder ganz friedlich.
Die Tour ist weglos, teilweise gibt es von Schafen getrampelte Pfade, welche natürlich nicht immer zum Gipfel führen. Schon wegen der Aussicht lohnt sie sich nur bei schönem Wetter, bei instabilem Wetter ist die Orientierung schwer und auch gefährlich. Auch bei schönem Wetter ist ein GPS Gerät ein guter Helfer.
Gleich hinter den Infotafeln steigen wir auf Richtung NO und erreichen nach kurzer Zeit eine Tuffschlucht.
Am linken Rand steigt man immer weiter bergan, die Schlucht wird zwar im oberen Bereich flacher, aber man kann und soll sie nicht überqueren!
Blickt man zurück hat man einen Eindruck über den gewaltigen Sander, welchen der Fluss Markarfljöt auf seinem Weg aus dem Þorsmörk bis in den Atlantik (am Horizont zu sehen) bildet.Der Eyjafjallajökull kommt immer weiter ins Bild beim Ausfstieg.
Es wird zunehmend steiler. Wir gehen weg von der Schlucht.
Am Ende dieses Steilstück's sieht man oben am Berg eine Felsnase, darunter ein Schuttrinne. Durch diese hindurch, auf die Felsnase zu:
Von der Kante an oben wird es flacher und man kann die erste Aussicht genießen.
Durch mehrere kleinere Senken mit Blick auf die drei Gletscher wandern wir gemütlich auf den deutlich sichtbaren großen Steinmann zu. Hier soll früher noch ein Gipfelkreuz gestanden haben, jetzt ist es nicht mehr da.
Das ist der höchste Punkt des Tafelberges. Direkt gegenüber der Eyjafjallajökull. Die Caldera des letzten Ausbruchs ist deutlich von hier aus unterhalb des Gipfels zu sehen.
Läuft man weiter auf der Hochebene in östliche Richtung eröffnet sich uns ein wirklich großartiges Panorama: Man blickt hinein in's Þórsmörk, hinunter auf Markarfljöt, Krossá und Steinholtsá, welche unterhalb zusammenfließen und das Gebiet entwässern. Und man blickt auf die gewaltige Gletscherfläche des Eyjafjallajökull, des Tungnakvíslajökull und des Mýrdalsjökull. Wir haben Glück mit dem Wetter und verweilen hier lange.
Über die Hochebene geht es wieder zurück, bis unterhalb der letzten Aufstiegsrinne. Wir nehmen nicht den gleichen Weg zum Abstieg sondern gehen weiter Richtung West.
Hier bedarf es einer guten Orientierung und wir müssen immer wieder mit dem GPS korrigieren. Eine Pfadspur ist in den elektronischen Karten unterlegt, sie ist jedoch im Gelände nicht sichtbar. Immer südostwärts der Schluchten halten, welche sich auftun.
Teilweise, besonders im unteren Teil gibt es dann auch Wegspuren.
Plötzlich ist man in einer tollen Tuffklamm, durch die dann auch wirklich eine Wegspur führt:
Durch die Klamm fließt das Flüsschen Þórólfsá. Unten am Bach angekommen muss die Weide des Bauerngehöfts umgangen werden. Der Pfad endet dann genau am Parkplatz.
Von Weitem sieht es gar nicht so steil aus, ist es aber an den meisten Stellen doch. Großartige Panoramatour: 10 km, 500 Hm im Anstieg, weglos, Geröll mit Gras durchsetzt, Vulkanschotter
Navigation: Offline Karten von Garmin (GPS), Osmand und Mapy.cz - Grundidee aus dem Rother Wanderführer Island































