Die Lakikraterreihe - heute friedlich und ruhig - der Ausbruch -verantwortlich für eine der größten Katastrohen in der jüngeren Geschichte
Hochlandfahrt F206/F207 Lakavegur und Lakagígavegur
Ausgangspunkt ist die Ringstraße zwischen Vík und Kirkjubærklaustur. Die Strecke ist nur für 4x4 Fahrzeuge erlaubt. Mit einem guten geländegängigem Fahrzeug kommt man voll auf seine Kosten. Wir fahren mit einem Subaru Forester. Über das Auto und unsere technische Ausrüstung kannst Du hier nachlesen.
Es sind einige Furten und auch in diesem Sommer trotz wenig Niederschlag gut gefüllte Pfützen zu überwinden. Ansonsten wechselt der Untergrund zwischen Schotter, Vulkansand, Lavaplatten. Teils steilere Abschnitte sind zu bewältigen.
Insgesamt macht die Route 110 km ab Ringstraße hin und zurück aus. Zunächst führt die F206 bis zum Infocenter des Nationalparks Vatnajökull. Bis dahin sind einige Furten zu überwinden, welche im Track Book Island mit 30 - 50 cm Wassertiefe angegeben sind. Gleich nach der ersten Furt werden wir und andere Autos von den Rangern angehalten. Man begutachtet die Autos und gibt Tips zum Fahren. Wir empfanden das als sehr angenehm. Der obere Teil ist als Einbahnpiste zu benutzen, da er in Abschnitten äußerst schmal und ohne Ausweichen ist. 2026 war ein sehr trockener Sommer und die Furten gut machbar. Im oberen Teil, bei der Einmündung der F207 steht ein Hinweisschild auf dem nochmals eindringlich auf den Einbahnverkehr hingewiesen wird.
Wanderung Lakigipfel
Vom Info Center Laki aus, muss man sich unbedingt die Zeit nehmen um eine wunderschöne Wanderung auf den Lakigipfel und in den Krater zu unternehmen. Vom Gipfel hat man die schönsten Ausblicke über die Kraterreihen und in den eigentlichen Hauptkrater zu steigen ist auch nicht schlecht. Beides lässt sich hervorragend miteinander verbinden. Nur vom Gipfel aus kann man die Kraterreihe, welche zu beiden Seiten verläuft sehen, die bis zum Vatnajökull reicht. Dann kann man erahnen, welche gewaltige Eruption das war. Eine Katastrophe, weche am Pfingstmontag des Jahres 1783 begann:
Vom Parkplatz geht es zunächst hinauf, der Weg ist mit weißen ( Krater) und gelben (Lakigipfel) Holzpfählen markiert. Ist man auf der Höhe des 2.Parkplatzes angekommen, teilt sich der Weg. Ein Informationsblatt gibt Auskunft über Goelogie und Pflanzenwelt.
Wir gehen zuerst in den Krater hinunter:
Steil hinauf geht der gelb markierte Pfad. Je höher man kommt, umso großartiger wird der Blick. Deutlich ist die Kraterreihe zu erkennen, deutlich die Dimension in der weiten Landschaft zwischen den beiden Hauptgletschern der Insel, dem Myrdalsjökull und dem Vatnajökull.
An Pfingsten des Jahres 1783 brachen insgesamt 130 Krater aus. Fast 15 km³ Lava flossen bei diesem Ausbruch ab und ergossen sich auf eine Fläche von 600 km². Die Lavafontänen waren teilweise bis 1000m hoch. Der Ausbruch dauerte bis Februar 1784 und hatte weltweite Auswirkungen. Zuerst kam es durch die Aschewolken zu einem gravierenden Temperatursturz in Europa, welcher Missernten und Hungersnöte auslöste. In Folge kam es dann zur französischen Revolution. Durch weitere giftige Gase (Schwefel) welcher mit Wasser in Verbindung zu Schwefelsäure wurde, (Fluor) Flusssäure, (Chlorwasserstoff) Salzsäure kam es zum Absterben der Vegetation in Island. Dadurch sollten dann im weiteren Verlauf 80% des Viehbestandes und 25% der Menschen gestorben sein.
Heute sieht die Landschaft friedlich aus, ist aber noch aktiv.
Kurzhalt Tjarnargigur - im Herzen eines Vulkans
Vom Infocenter führt die F207 Lakagígavegur weiter durch das Kratergebiet. Eine kurze Wanderung bietet sich noch zum Tjarnargígur mit Kratersee an. Der Weg führt vom Parkplatz über mit Flechten bewachsene Lava direkt zum Krater mit seinem See. Die Flechten sind äußerst wertvoll und empfindlich. Die Wege sollen daher nicht verlassen werden.
Nach Verlassen des Parkplatzes kommt recht bald die kniffligste und tiefste Furt. Sie ist markiert mit Fähnchen und hatte 2026 einen recht ebenen Untergrund. Allerdings war auch hier in diesem Jahr wenig Wasser. Vorbei am Hochlandcampingplatz Blágil hat man die obere Runde beendet und die F207 führt wieder auf die F206.
Ein beeindruckender Tag geht zu Ende. Will man nicht im Hochland übernachten, bietet sich eine Übernachtung (für uns Camping)in Kirkjubærklaustur an.
Vorher aber Autowäsche auf isländisch😆












































































