Freitag, 24. Juli 2026

Inmitten farbenprächtiger Berge

Hvannagil- und Raftagilschlucht an der Jökulsá i Lóni

Eine einsame Landschaft entstanden durch den Vulkanismus früherer Jahre. Liparit und Rhyolitberge, Lava mit einem hohen Anteil an Kieselsäue wobei die helle Färbung ensteht, verbunden mit dem Delta der Jökulsá i Lóni welche vom Vatnajökull sich in den Atlantik ergißt. Dazu kommen noch gelbe (Schwefel), rote (Eisen) oder weiße (Gips) Steine (Schlacken). Bunt gemischt in einer bezaubernden Landschaft zwischen Egilstaðir und Höfn im Nordosten des Landes.

Aber zunächst muss man erst einmal hinkommen. Wir fahren die Ringstraße von Egilstaðir aus kommend Richtung Höfn. Vorbei an den markanten Ostfjorden, zunächst zur schwarzen Bucht (Lónsfjörður), die Berge um das markante Vestrahorn sind schon zu erkennen. Am orangenen Leuchtturm und er schwarzen Bucht machen wir Halt und blicken auf Brandung und die Bergkette um das Vestrahorn.


Hat man die Bucht mit ihren Ausläufern umfahren, liegt rechter Hand in Fahrtrichtung Höfn die kleine Ansiedlung Stafafell. Bevor man wieder die Jökulsá überwindet führt kurz vor der Brücke die Piste Grænahlið orografisch links in das Gebiet. Sie führt an kleineren Ferienhäusern vorbei und ist noch mit vorsichtiger Fahrweise mit allen PKW zu schaffen. Die Piste führt direkt in ein Flussbett, welches im Sommer zum größten Teil trocken liegt. Hier ist Ende und auch gleichzeitig der Eingang zur Schlucht.
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Aber dazu später. Ein ganz einfacher Zeltplatz ist nur mit 4x4 (nicht bloß einfacher Allrad) durch das Flussbett zu erreichen. Eine Spur ist zu erahnen. Sie führt im Flussbett nach links um einen Felsvorsprung herum. Wir sind zuerst der Versuchung verfallen einfach gerade weiter, durch das Flussbett durch und auf die sichtbare Spur bergan zu fahren. Das ist falsch, wenn auch verlockend.
Nein, nicht gerade!!!

 


Campingplatz: nur eine einfache Toilette, Wasser und totale Einsamkeit in faszinierender Natur. Buchbar über Parka.is.


Campingplatz von oben betrachtet


Am nächsten Morgen machen wir dann die Tour durch die Schluchten.
Vom oben beschriebenen Ausgangspunkt verläuft diese meist weglos oder auf mal mehr oder weniger sichtbaren Pfaden. Markiert ist sie spärlich bis gar nicht. Die Orientierung ist, wenn man sich ein wenig an das Gelände orientiert gut, bei schlechtem Wetter sicher sehr schwierig, dann aber auch nicht lohnend.
11 km

über den Schotter des jetzt trockenen Flusses hinein in die Schlucht

Rückblick zum Schluchteingang



 


immer weiter

bis zum deutlich sichtbaren Pfad nach oben zum Aussichtspunkt





Nachdem wir die bunten Formationen bewundert haben, geht es über ein Hochtal weiter. Zumeist auf Pfadspuren, wobei man aufpassen muss, es gibt auch Schafe hier oben welche ihre eigenen Spuren trampeln. Manchmal findet man einen weißen Punkt an markanten Steinen.


die Raftagilschlucht: hier wollen wir wieder hinunter. Hat man allerdings diese Sicht auf die Schlucht, hat man den Abzweig schon verpasst. An einer markanten größeren Bachquerung geht es an seinem Ufer entlang hinunter in die Schlucht



eine Pfadspur führt hinab
Ab hier muss man sich seinen Weg wieder selbst suchen. Mal rechts, mal links
mal durch niedrigen Birkenbewuchs
mal kletternd


mit viel Spaß
bis zur Piste. Leider muss man diese bis zum Auto zurück 5 km zurück laufen.
Navigation: nur mit Offline Karten möglich!!! Garmin, Osmand, Mapy.com

Mittwoch, 22. Juli 2026

Kirkjubøur - das ehemals nördlichste Bistum

Um 1100 war hier das nördlichste geistliche Zentrum mit Bischofssitz. Auf diesem Gebiet standen 3 Kirchen unterschiedlichsten Alters, wobei bei dem sogenannten Líkús nur angenommen wird, dass es sich um Mauerresten einer Kirche handelt. Die Küstenlinie verändert sich und ein Teil der unterschiedlichen Gebäude sind dem Meer im Laufe der Jahrhunderte zum Opfer gefallen.

Der gotische Magnusdom ist in seinen Ruinen noch gut erhalten.
Die benachbarte Olafs Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist im Innenraum ganz modern gestaltet.
Der Bauernhof wird inzwischen in der 17. Generation geführt.

Dienstag, 21. Juli 2026

Schlucht von Saksun

Saksun ist ein kleines Dörfchen auf der Insel Stremoy mit alten, hübschen grasbedeckten Häusern in traditioneller färingischen Bauart und einer beeindruckenden Natur.
Die Lagune mit seinem schwarzen Sand ist nur bei Ebbe erreichbar. Der Weg führt vom Dorf aus durch eine Schlucht bis zum Atlantik.
Dúvugarðar ist ein alter Bauernhof aus dem 17 Jahrhundert, der ebenfalls besichtigt werden kann. Ein Besuch lohnt sich. Es gibt nicht mehr viele solcher Alter original erhaltener Häuser, welche von harten Leben hier zeugen.