Sonntag, 2. August 2026

Tafelberg Þórólfsfell - Panoramawanderung mit permanentem 3 Gletscherblick

Weglos auf den Tafelberg Þórólfsfell mit toller Aussicht auf den Eyjafjallajökull, den Tungnakvíslajökull, den Mýrdalsjökull und in's Þórsmörk

Anfahrt: von der Ringstraße kommend nach dem touristischen Highlight Seljafoss den aus dem Þorsmörk kommenden Fluss Markafljót noch überqueren und dann rechts auf die Piste 250 abbiegen, oder von Hvolsvöllur an der Ringstraße über die 261 Fljótshíðavegur in das Tal einfahren. Campingplätze sind im Tal vorhanden, auch eine Jugendherberge. Kurz vor der Jugendherberge wird die Straße zur Piste und zur F 261 Emstruleið und darf nur noch von 4x4 Fahrzeugen befahren werden.  Das Stück bis zum Parkplatz ist technisch unbedenklich zu fahren, jedoch muss man bei Mietwagen aufpassen.
Am Parkplatz sind einige Infotafeln über das Gebiet.
Auch über den Ausbruch des Eyjafjallajökull, welcher uns ja auch in Mitteleuropa lange beschäftigt hat. Jetzt ist er wieder ganz friedlich.

Die Tour ist weglos, teilweise gibt es von Schafen getrampelte Pfade, welche natürlich nicht immer zum Gipfel führen. Schon wegen der Aussicht lohnt sie sich nur bei schönem Wetter, bei instabilem Wetter ist die Orientierung schwer und auch gefährlich. Auch bei schönem Wetter ist ein GPS Gerät ein guter Helfer.
Gleich hinter den Infotafeln steigen wir auf Richtung NO und erreichen nach kurzer Zeit eine Tuffschlucht.

Am linken Rand steigt man immer weiter bergan, die Schlucht wird zwar im oberen Bereich flacher, aber man kann und soll sie nicht überqueren!

Blickt man zurück hat man einen Eindruck über den gewaltigen Sander, welchen der Fluss Markarfljöt auf seinem Weg aus dem Þorsmörk bis in den Atlantik (am Horizont zu sehen) bildet.
Der Eyjafjallajökull kommt immer weiter ins Bild beim Ausfstieg.

Es wird zunehmend steiler. Wir gehen weg von der Schlucht.


Am Ende dieses Steilstück's sieht man oben am Berg eine Felsnase, darunter ein Schuttrinne. Durch diese hindurch, auf die Felsnase zu:


 Von der Kante an oben wird es flacher und man kann die erste Aussicht genießen.

Durch mehrere kleinere Senken mit Blick auf die drei Gletscher wandern wir gemütlich auf den deutlich sichtbaren großen Steinmann zu. Hier soll früher noch ein Gipfelkreuz gestanden haben, jetzt ist es nicht mehr da. 


Das ist der höchste Punkt des Tafelberges. Direkt gegenüber der  Eyjafjallajökull. Die Caldera des letzten Ausbruchs ist deutlich von hier aus unterhalb des Gipfels zu sehen.


Läuft man weiter auf der Hochebene in östliche Richtung eröffnet sich uns ein wirklich großartiges Panorama: Man blickt hinein in's Þórsmörk, hinunter auf Markarfljöt, Krossá und Steinholtsá, welche unterhalb zusammenfließen und das Gebiet entwässern. Und man blickt auf die gewaltige Gletscherfläche des Eyjafjallajökull, des Tungnakvíslajökull und des Mýrdalsjökull. Wir haben Glück mit dem Wetter und verweilen hier lange.






Über die Hochebene geht es wieder zurück, bis unterhalb der letzten Aufstiegsrinne. Wir nehmen nicht den gleichen Weg zum Abstieg sondern gehen weiter Richtung West. 


Hier bedarf es einer guten Orientierung und wir müssen immer wieder mit dem GPS korrigieren. Eine Pfadspur ist in den elektronischen Karten unterlegt, sie ist jedoch im Gelände nicht sichtbar. Immer südostwärts der Schluchten halten, welche sich auftun.


Teilweise, besonders im unteren Teil gibt es dann auch Wegspuren.

 Plötzlich ist man in einer tollen Tuffklamm, durch die dann auch wirklich eine Wegspur führt:








Durch die Klamm fließt das Flüsschen Þórólfsá. Unten am Bach angekommen muss die Weide des Bauerngehöfts umgangen werden. Der Pfad endet dann genau am Parkplatz.


Von Weitem sieht es gar nicht so steil aus, ist es aber an den meisten Stellen doch. Großartige Panoramatour: 10 km, 500 Hm im Anstieg, weglos, Geröll mit Gras durchsetzt, Vulkanschotter

Navigation: Offline Karten von Garmin (GPS), Osmand und Mapy.cz - Grundidee aus dem Rother Wanderführer Island


 

 

Freitag, 31. Juli 2026

Küstenfahrt Snæfellsnes West-und Nordküste

Lóndrangar Cliffs - Leuchtturm Malarrif - Kirkjufell

Wir haben heute eine lange, aber schöne Fahrt vor uns. Von Arnastapi wollen wir entlang der West-und Nordküste der Snæfellsnes Halbinsel bis in den Norden Islands nach Reykír auf der Halbinsel Skagí.
 
Die Straße 574 führt zunächst ganz in den Westen der Halbinsel. Vorher kommen wir an den Klippen von Lóndrangar nicht vorbei. Ein kleiner Weg führt entlang der Küste bis zum Leuchtturm Malarrif. Wir genießen einfach noch einmal diese schöne Landschaft unterhalb des Snæfellsjökull.








Ein kleines graues Haus, völlig unscheinbar: fast wären wir daran vorbei gelaufen. Neugierig schauen wir doch durch die Fenster. Ein handgemaltes Schild fordert zum Eintritt auf. Was drinnen ist, überascht:

 

 Projektunterricht mal anders:
 




Die Kinder berichten auf vielen Zeichnungen und kleinen Texten vom harten Leben hier in früheren Jahren. Hier war einmal ein Ort und ein kleiner Hafen. Die Reste sieht man noch. Das Leben war hart und diese Hütte das Salzhaus, wo unter schwierigen Bedingungen der Fang eingesalzen wurde. Die Klippen von Lóndrangar - da haben die Elfen ihre Kirche gehabt...
Nach diesem Kurztrip fahren wir weiter, um ganz am westlichsten Ende eine Pause in einem Vulkan zu machen😊
 


Nach Ólafsvík, schon an der Nordküste, wollen wir eigentlich noch auf den Kírkjufell (Kirchenberg) bei Grundarfjörður. Von diesem gibt es unzählige Bilder, wahrscheinlich sehr bearbeitet oder bietet er nur im Herbst und mit Nordlichtern die eigentliche Fotokulisse. Uns erschien er ziemlich unscheinbar. Der Parkplatz davor voll und wir hatten noch mehrere Kilometer vor uns und nicht mehr die Zeit um ihn zu besteigen. Ein Foto von der gegenüberliegenden Küste ist auch schön:
 

 Das Wetter verschlechtert sich und im Norden empfängt uns Sturm und Regen.