Sonntag, 26. Juli 2026

Schwarzer Strand und berühmte Felsformationen bei Vík

Reynisfjara und das Felsentor der Halbinsel Dyrhólaey

Die wohl am meisten fotografierten Basaltsäulen (Reynisdrangar) bei Vík am schwarzen Strand Reynisfjara.


Wenn man an der Südküste ist, kommt man nicht dran vorbei einmal hier zu stehen. Noch dazu wenn so schönes Wetter ist.
2022 schauten wir sie uns von oben an, bei einer Wanderung auf den Vogelfelsen, an dessen steiler Klippe sich die Basalthöhle und die berühmten Basaltsäulen befinden.
 Dieses Jahr nun mit deutlich mehr Menschen der Blickpunkt am Strand.
Zu erreichen über die Ringstraße Nr.1. Bei Vík biegt die Straße 215 direkt zum Strand. Da Reynisfjara ein touristisches Highlight jedes Islandbesuchers ist, wird es dementsprechend auch vermarktet. Natürlich gibt es Parkplätze, welche mit Parka.is zu bezahlen sind. Wer zeitiger am Tag dran ist, hat Vorteile. Von Reykjavík sind es immerhin 180 km bis hierher. Die meisten Busse kommen dann erst gegen Mittag an.
Das Licht ist magisch, zum Fotografieren nicht ganz einfach mit oft krassem Gegenlicht.
 

 

Nicht nur das Licht macht dem Fotografen Probleme. Die Brandung und die Wellen können ziemlich gefährlich werden. Um zur 2. Höhle zu gelangen muss man um die deutlich sichtbare Ecke herum! Bei dem Wellengang am heutigen Tag absolut unmöglich!


Es stehen überall Schilder, welche zum absoluten Respekt vor der Gewalt der Natur auffordern. Und trotzdem gibt es immer wieder Tote hier. Heute sind nur genug Menschen nass geworden


Die Basaltsäulen der vorderen Höhle sind sicherlich genau so! Und dreht man sich einmal um ist der Anblick des Mýrdalsjökull bei schönem Wetter auch wunderbar.


Geht man ein Stück den schwarzen Strand entlang kann man schon das zweite Naturwunder bewundern. Dyrhólaey (Türlochinsel). Am Kap der Halbinsel befindet sich das Felsentor, welches namensgebend ist.


 

Farbenprächtiger Krater im Hochland

Rauðaskál  - Apple Crater

Im Licht der Sonne erscheint der Krater in den unterschiedlichsten Farben. Allerdings findet man im Netz sehr fantasievoll bearbeitete Versionen davon.
 


Der Krater befindet sich in der Nähe des berühmt berüchtigten, noch aktiven Vulkans Hekla, deren Gletscherlauf bei Ausbruch gefürchtet wird. Ohne Sonne, wie hier auf dem oberen Bild und ohne Farbbearbeitung durch diverse Fotoproramme sieht er ziemlich unscheinbar aus. 
Zu erreichen ist er über Pisten, welche nur für 4x4 Fahrzeuge zu befahren sind. Alle anderen Fahrzeuge hätten keinen Versicherungsschutz, das betrifft alle Mietfahrzeuge. Wer die  F26 (Sprengisandsleið) von Süden fährt, biegt kurz nach dem Ende der asphaltierten Strecke auf die F225 (Landmannaleið) ein. Wie der Name schon sagt, führt diese nach Landmannalaugar. 
Eine Seitenpiste führt zur Hekla und am Rauðaskál vorbei. Ein kleines unscheinbares Schild markiert den Einstieg für einen kurzen Wanderweg. Man kann jedoch noch weiter hoch fahren, fast bis an den Kraterrand. Dieser Teil der Piste ist aber ziemlich steil und ruppig, bevor es oben wieder eben wird.


Auch hier ist es noch ziemlich unspektakulär. Nur die Hekla grüßt mit ihrer Schnee- und Eishaube. Geht man dann direkt an den Kraterrand von oben heran, genießt man das Farbspiel in der Sonne. Die Bilder sind alle ohne zusätzliche Farbbearbeitung. Und je nach Sonnenwinkel und Wolkenspiel völlig anders. Wir sind einmal rings herum gegangen.



 


Da es dieses Jahr auch für isländische Verhältnisse sehr trocken war, ist von dem Grün nicht viel zu sehen.
 
Die touristische Variante eines roten Vulkan`s mit Kratersee ist der Keríð, gelegen im Golden Circle, 55 km östlich von Reykjavík. Von Selfoss aus kommend, die Straße 35 Richtung Gullfoss, Geysír. Weniger spektakulär, dafür mit großem Parkplatz, Imbisbude, hunderten Menschen und Eintritt für einen Blick in den Krater.


 Die Hochlandvariante war uns lieber.

 

 

 

 

 

Samstag, 25. Juli 2026

Þakgil

Austurafréttur Range - Schluchten und Gletscher 

16,58 km / 600 Hm Tour im alpinen Stil. Durchweg gut markiert mit gelben Holzpfählen. Beeindruckende Aussichten auf die Vulkanschlucht Þagil, den kalbenden Gletscherabfluss Kötlujokull, Teil des Mýrdalsjökull, Rjúpnafell, Huldujökull und seine Wasserfälle

mehr Bilder und Text:

Freitag, 24. Juli 2026

Inmitten farbenprächtiger Berge

Hvannagil- und Raftagilschlucht an der Jökulsá i Lóni

Eine einsame Landschaft entstanden durch den Vulkanismus früherer Jahre. Liparit und Rhyolitberge, Lava mit einem hohen Anteil an Kieselsäue wobei die helle Färbung ensteht, verbunden mit dem Delta der Jökulsá i Lóni welche vom Vatnajökull sich in den Atlantik ergißt. Dazu kommen noch gelbe (Schwefel), rote (Eisen) oder weiße (Gips) Steine (Schlacken). Bunt gemischt in einer bezaubernden Landschaft zwischen Egilstaðir und Höfn im Nordosten des Landes.

Aber zunächst muss man erst einmal hinkommen. Wir fahren die Ringstraße von Egilstaðir aus kommend Richtung Höfn. Vorbei an den markanten Ostfjorden, zunächst zur schwarzen Bucht (Lónsfjörður), die Berge um das markante Vestrahorn sind schon zu erkennen. Am orangenen Leuchtturm und er schwarzen Bucht machen wir Halt und blicken auf Brandung und die Bergkette um das Vestrahorn.


Hat man die Bucht mit ihren Ausläufern umfahren, liegt rechter Hand in Fahrtrichtung Höfn die kleine Ansiedlung Stafafell. Bevor man wieder die Jökulsá überwindet führt kurz vor der Brücke die Piste Grænahlið orografisch links in das Gebiet. Sie führt an kleineren Ferienhäusern vorbei und ist noch mit vorsichtiger Fahrweise mit allen PKW zu schaffen. Die Piste führt direkt in ein Flussbett, welches im Sommer zum größten Teil trocken liegt. Hier ist Ende und auch gleichzeitig der Eingang zur Schlucht.
Mehr Bilder 
Aber dazu später. Ein ganz einfacher Zeltplatz ist nur mit 4x4 (nicht bloß einfacher Allrad) durch das Flussbett zu erreichen. Eine Spur ist zu erahnen. Sie führt im Flussbett nach links um einen Felsvorsprung herum. Wir sind zuerst der Versuchung verfallen einfach gerade weiter, durch das Flussbett durch und auf die sichtbare Spur bergan zu fahren. Das ist falsch, wenn auch verlockend.
Nein, nicht gerade!!!

 


Campingplatz: nur eine einfache Toilette, Wasser und totale Einsamkeit in faszinierender Natur. Buchbar über Parka.is.


Campingplatz von oben betrachtet


Am nächsten Morgen machen wir dann die Tour durch die Schluchten.
Vom oben beschriebenen Ausgangspunkt verläuft diese meist weglos oder auf mal mehr oder weniger sichtbaren Pfaden. Markiert ist sie spärlich bis gar nicht. Die Orientierung ist, wenn man sich ein wenig an das Gelände orientiert gut, bei schlechtem Wetter sicher sehr schwierig, dann aber auch nicht lohnend.
11 km

über den Schotter des jetzt trockenen Flusses hinein in die Schlucht

Rückblick zum Schluchteingang



 


immer weiter

bis zum deutlich sichtbaren Pfad nach oben zum Aussichtspunkt





Nachdem wir die bunten Formationen bewundert haben, geht es über ein Hochtal weiter. Zumeist auf Pfadspuren, wobei man aufpassen muss, es gibt auch Schafe hier oben welche ihre eigenen Spuren trampeln. Manchmal findet man einen weißen Punkt an markanten Steinen.


die Raftagilschlucht: hier wollen wir wieder hinunter. Hat man allerdings diese Sicht auf die Schlucht, hat man den Abzweig schon verpasst. An einer markanten größeren Bachquerung geht es an seinem Ufer entlang hinunter in die Schlucht



eine Pfadspur führt hinab
Ab hier muss man sich seinen Weg wieder selbst suchen. Mal rechts, mal links
mal durch niedrigen Birkenbewuchs
mal kletternd


mit viel Spaß
bis zur Piste. Leider muss man diese bis zum Auto zurück 5 km zurück laufen.
Navigation: nur mit Offline Karten möglich!!! Garmin, Osmand, Mapy.com