Donnerstag, 30. Juli 2026

Gletschertour

Snæfellsjökull 1446 m - isländisch Schneeberggletscher

ist ein ca.700 000 Jahre alter Stratovulkan mit eisfreien Nunataks am Gipfel 

Er ist der einzige Gletscherberg, welcher schon von Reykjavik aus zu sehen ist und liegt am westlichen Ende der Snæfellsness Halbinsel im gleichnamigen Nationalpark.
Auch hier macht sich der Gletscherschwund deutlich bemerkbar. Dennoch ist diese Tour keine Wanderung sondern eine hochalpine Tour mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung. Der Gletscher hat noch jede Menge Spalten, gerade im oberen Gipfelbereich. Bei unserer Tour im Juli 2026 war ein großer Teil aper, was Steigeisen erforderlich machte. Wir hatten gute Wetterbedingungen, allerdings sehr starken Wind gerade im Gipfelbereich. Die brüchigen Nunataks zu beklettern fanden wir nicht lohnend.
 
Ausgangspunkt:
von Arnastapi aus kommend die F570 (Piste Jökulhálsleið) Richtung Ólafsvík nehmen. Parkmöglichkeit und Einstieg unterhalb des Berges an einer deutlich sichtbaren Spur, welche auf allen elektronischen Karten auch eingezeichnet ist.

Aufstieg:
am Ende der Spur orographisch rechts je nach Bedingungen bis unterhalb des roten Berges Þrihyrningur (auf dem Bild rechts am Horizont). Da der Gletscher im Auslauf stark versumpft war, sind wir soweit wie möglich im lockeren Vulkangestein gegangen. Unterhalb des Þrihyrningur in ca. 1000 m Höhe unterhalb der Scharte nach links queren und zum Gipfel. Bei uns waren unterhalb der Nunataks große Randspalten!

 








Von oben fantastischer Ausblick auf die Snæfellsness Halbinsel:

Südküste

Nordküste


Arnastapi und Hellnar, dazwischen der Berg Stapafell


Ófafsvík

Hellisandur im äußersten Westen



 Auf dem gleichen Weg steigen wir wieder hinab:




 Anstieg: 740 Hm, Länge der Tour 9 km

Navigation: OffLine Karten Osmand, Mapy.com, Garmin. Ein GPS  Gerät ist erforderlich, da hier die Wolken sehr schnell ziehen und die Sicht dann stark eingeschränkt ist!

Mittwoch, 29. Juli 2026

Schwarze Klippen aus Basalt

Arnastarpi am Fuße des Snæfellsjökull mit seiner beeindruckenden Küste

Felstor Gatklettur

Arnastapi befindet sich an der Südküste der Snæfellsness Halbinsel 190 km von Reykjavik entfernt. Zu erreichen über die Ringstraße 1bis Borganes, dort weiter über die Str. 54 und 574. Unterkünfte, Hotel, Campingplatz vorhanden.

Die Lava des Vukansystems des Snæfellsjökull ergoss sich in Vorzeiten bis in das Meer. Dieses formte im Laufe der Jahrhunderte die schwarze Küste mit seinen Basaltsäulen, Felsentoren, Buchten und Höhlungen in denen die Brandung braust. Unzählige Seevögel brüten hier. Die Brandung des Meeres, der Wind und das Gekreisch der Vögel geben hier den Ton an. Hier findet man Mantelmöwen, Dreizehenmöwen, Eissturmvögel und Seeschwalben. Letztere sind so frech, dass man beim Frühstück oder Abendessen auf dem Campingplatz seine eigene Mahlzeit gut bewachen sollte.
 
Den besten Eindruck der Szenerie hat man von einer Küstenwanderung in das benachbarte Hellnar, indem nur noch wenige Einheimische leben. Sie beginnt bei Bárðar, einer Sagengestalt.

 

Halb Troll, halb Mensch ist er der Wächter des Snæfellsjökull. Der Pfad führt zunächst an der Küstenlinie entlang, bevor er sich dann durch ein uraltes Lavafeld schlängelt. Er ist mit Holzpfählen abgesteckt. Einfach laufen und genießen mit den vielen Ausblicken und Fotomotiven.
 









Man kann sogar durch Höhlen klettern!


Hinter dem Felsentor befindet sich eine riesige Brutkolonie, welche man mit ein wenig Kletterei von oben dann beobachten kann. 



Hat man sich satt gesehen, sollte man dem kleinen Caffee Fjörúhusið  unbedingt einen Besuch abstatten! Selbstgemachter Kuchen und eine hausgemachte Fischsuppe sind sehr lecker und können durchaus nacheinander verspeist werden😊. 

Zurück geht es auf gleichem Weg wieder zu Bárðar. Der Pfad führt weiter in nordöstliche Richtung bis zum kleinen Hafen von Arnastapi. Zuvor kann man weitere Basaltformationen bewundern, als hätte ein Riese Kleckselkuchen in's Meer geschüttet. Am beeindruckendsten ist jedoch das Felsloch Miðgjá, das eine Verbindung zum Meer hat und indem weiter unzählige Möwen sich um die besten Plätze streiten.
 







Über die ganze Landschaft wachen der Snæfellsjökull und der Stapafell (der verstopfte Berg).





 

Dienstag, 28. Juli 2026

Robbenbucht auf der Snæfellsnes Halbinsel

Ytri Tunga Strand - Robben in freier Natur

gelegen an der malerischen Küste der Snæfellsness Halbinsel im Westen Islands.

Hauptattraktion der Snæfellsnes Halbinsel ist neben dem gleichnamigen Berg, der Vogelklippen bei Anastarpi diese malerische Bucht in der sich eine Population Kegelrobben und auch einige Seehunde angesiedelt haben und hier ihre Jungen aufziehen. Die geschützte Lage und reichlich Nahrung schaffen dafür optimale Bedingungen.

Über allem throhnt der Snæfellsnes, heute ist es sehr dunstig und das Licht des zeitigen Abends verbreitet seine Magie.
Die Robben sind weit draußen und sonnen sich. Ihre Jungen haben sie vor den zahlreichen Besuchern in Sicherheit gebracht. Wer sie beobachten möchte, braucht ein ordentliches Fernglas. Um die Besucherströme zu lenken wurde ein Parkplatz + Toiletten(gegen Gebühr) errichtet.
Auf Informationstafeln wird über die zu beobachtenden Tiere berichtet: Aussehen, Brutverhalten, Nahrung..., auch von den vielen Seevögeln hier.  Die Besucher werden gebeten sich äußerst leise zu verhalten, was zumindest bei unserem Besuch am zeitigen Abend auch respektiert wurde.
Wer beobachtet hier wen?

 




Es war nicht so ganz einfach, die Tiere zu fotografieren bei den sich immer wechselnden Lichtverhältnissen. Die Tiere sind weit draußen, wenn so viele Menschen da sind und beobachten diese von ihrer Sicht aus. Das ist schon lustig. Die Jungtiere waren noch weiter draußen in einer Art "Kindergarten". Schön war es trotzdem, einen Ausflug ist es wert!