Dienstag, 18. Februar 2025

Mývatn und Geothermalgebiet Krafla

Mývatn - der Mückensee

Eigentlich wollten wir uns hier länger aufhalten, ist diese Region doch geologisch interessant mit seinen Pseudokratern, Lavastrukturen und der Fauna des Sees. Dieser ist durch eine gewaltige Eruption vor vielen tausend Jahren entstanden.
 

Aber: der See macht seinem Namen alle Ehre. Überall stürzen sofort diese kleinen Misttierchen auf einen. Wir fotografieren in aller Eile nur ein wenig. Scheinbar geht das hier nur mir einer Drohne relativ gut.
Ansonsten heißt es an der einzigen Tankstelle und dem Supermarkt schnell Vorräte auffüllen und nix wie weg. Zum Beispiel in's nahe gelegene Geothermalgebiet Krafla.


 

Geothermalgebiet Krafla - Zentralvulkan im Norden Islands


Die Krafla liegt gleich in der Nähe des Mývatn und beherrscht die Region. Sie ist der Zentralvulkan eines 100 km langen aktiven Vulkansystems. Unter ihr befindet sich in 3 km Tiefe eine Magmakammer. Der jüngste Ausbruch  von 1975 dauerte bis 1984, das sogenannte Krafla Feuer. Die Krafla Caldera entstand allerdings schon vor 200 000 Jahren. Sie hat einen Durchmesser von 10 km.  Zahlreiche Spalten markieren den Verlauf zwischen der Nordamerikanischen und der Europäischen Platte. 
Es gibt mehrere Wanderungen durch dieses Gebiet. Wir entscheiden uns für einen Besuch des Kraters Vítí und der Rundwanderung durch eines der jüngsten Lavagebiete, entlang der Fumerolen, rauchender Spalten undSolfataren.
Von der Ringstraße, unweit des Gebietes Hverir biegt die  Straße 863 Kröfluvegur ab. Sie führt am Geothermalkraftwerk Kröfluvirkjun vorbei. Hier wird die Energie der Erde genutzt mit einem 60 MV Generator zur Stromerzeugung.
 
Kurz oberhalb des Kraftwerks gibt es mehrere Parkplätze. Wir fahren bis zum obersten, um zum Vídí Krater ( die Hölle ) zu gelangen. Der Krater entstand durch eine gewaltige Explosion im Jahre 1724, dem sogenannten Mývatn Feuer. Heute führt ein breiter Weg bis zum Kraterrand hinauf. Im Inneren leuchtet ein tiefblauer See. Seine türkisblaue Farbe erhält er durch Kieselalgen.

 

 
 

 
 

 

 

Von oben hat man einen fantastischen Ausblick auf das Gebiet der Krafla und Mývatn. Gegenüber befindet sich der zweite Rundwanderweg durch das jüngere Lavafeld.
Ein paar Meter weiter unten befindet sich der zweite große Parkplatz mit Toilettenanlage .
Direkt vom Parkplatz weg führt der gut ausgebaute, mit weiß - gelben Stangen markierte Weg zu den dampfenden Spalten, den Fumerolen , und den stinkenden Solfataren die immer noch kochen, und der schwarzen, jungen Lava.
Zunächst geht es eben dahin. 
Bei einer Weggabelung halten wir uns rechts.
Wenig später erreichen wir die größte Solfatare des Gebietes. Ein einziger, blubbernder, stinkender faszinierender Schlammtopf. Erstaunliche Farben. Im Hintergrund ist der 592 m hohe Leirhnjúkur zu sehen. Dieser wird am Ende der Runde besucht. Zuvor wird fleißig fotografiert. Für die 4 km lange Runde sollte man aus diesen Gründen sehr viel mehr Zeit einplanen.

 

 
Der Weg führt weiter zu und über frische Lavafelder des jüngsten Ausbruchs zum immer noch rauchenden Krater Hófur und seinen Spalten.






 

Hier wendet sich der Weg steil nach links und es geht auf den Leirhnjúkur. Hier sieht das Gestein schon wieder ganz anders aus. Man hat einen guten Überblick über den Lavafluss des letzten Ausbruchs und der Umgebung der Krafla.



 



Vom Gipfel absteigend hält man sich immer links. Der markierte Weg endet wieder am Parkplatz.

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